Geldregen
Die Patienten-Initiative ist jetzt auch bei betterplace.org Die persönliche Unterstützung von Patientinnen und Patienten bei vermuteten Behandlungsfehlern liegt uns sehr am Herzen. Hilfe bei der Sachverhaltsklärung, Beratung zu den nächsten Schritten und die verlässliche Begleitung während der rechtlichen Auseinandersetzungen, hier fehlt es an Angeboten. Wir wollen diese Lücke schließen. Helfen Sie uns dabei.
Logo: Barrierefrei.Wir sind dabei
Unsere Vision:
Ein Hamburger Stadtplan für Barrierefreiheit in der gesundheitlichen Versorgung.
Wir ermitteln den Stand der Dinge in Arztpraxen. Wir wollen erreichen, dass alle Menschen die für sie richtige Praxis finden.
Rollstühle in einer Klinik
Die Asklepios Kliniken haben den Anfang gemacht. Inzwischen haben wir auch die Schön Klinik, das Marienkrankenhaus und das Agaplesion Diakonieklinikum besucht. Weitere Krankenhäuser sollen den guten Beispielen folgen. Barrierefreiheit ist ein Qualitätsmerkmal, von dem alle profitieren.

12. Mai: Tag des Pflegenotstands

Hier als PDF
Flyer als PDF zum Tag des Pflegenotstandes am 20170512

Ins Krankenhaus zu müssen, ist nie angenehm. Nicht nur wegen Krankheit und Schmerzen. Auch weil viel zu wenig Personal da ist, um uns zu versorgen, zu pflegen, zu betreuen. Richtig schlimm wird es, wenn wir lange auf ein Schmerzmittel warten oder das Gefühl haben, dass jede Frage oder Bitte den Pflegenden zusätzliche Arbeit macht. Die sind sowieso schon überarbeitet.
Und richtig gefährlich wird es, wenn Hygienestandards nicht mehr eingehalten werden können und wir deshalb an gefährlichen Keimen erkranken.
Das alles passiert leider, und es ist kein Zufall. Denn in den Krankenhäusern fehlt Personal für eine gute Versorgung.
Mindestens 4.000 Pflegende fehlen in Hamburg.
Aber es gibt Hoffnung: Bundesweit fordern Beschäftigte mehr Personal. An der Charité in Berlin wurde erstmals erfolgreich für mehr Personal gestreikt. Und jetzt geht die Bewegung bundesweit los. Auch in Hamburg. Nach dem Motto:

Mehr von euch ist besser für alle!

Wir wollen die Pflege dabei unterstützen. Lasst uns gemeinsam den „Internationalen Tag der Pflege“ am 12. Mai zum “Tag des Pflegenotstands” erklären.
Bringen Sie Ihre Erlebnisse mit dem Pflegenotstand mit — auf Papier oder als Erzählung, anonym oder mit Ihrem Namen. Wir greifen sie auf. Und wir suchen Mitstreiter!

Hamburger Bündnis für mehr Personal im Krankenhaus www.pflegenotstand-hamburg.de

25. April 2017 by Redaktion
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Flyer für Arztpraxen

Für die Suche nach Arztpraxen, die an unserem Projekt teilnehmen, haben wir ein Update unseres Flyers gemacht.
Flyer zur Suche von Arztpraxen, S. 2

Flyer als PDF hier. Der Text:

Ungehindert zum Arzt.
Information für Ihre Praxis

Schirmherrin des Projektes ist Isabella Vértes-Schütter, die sich als Theaterintendantin und Ärztin für Inklusion stark macht.

„Ich unterstütze das Projekt, das die Barrierefreiheit in Arztpraxen für alle wahrnehmbar macht. Aus meinen Erfahrungen im Kulturbereich weiß ich, wie sehr die Kulturinstitutionen und ihre Besucher von einer entsprechenden Erhebung profitieren. Wir sollten uns in Hamburg gemeinsam auf den Weg machen, um in allen Bereichen der Stadtgesellschaft einen Stadtplan der Barrierefreiheit zu erreichen.“

Wir informieren.
Wir bewerten nicht.

Vor einem Arztbesuch brauchen viele Patienten Informationen zur Barrierefreiheit. Die vorhandenen Informationen sind oft unvollständig. Es gibt Barrieren, die vielen gar nicht bewusst sind, für andere aber große Hindernisse darstellen.
Ein Arzt ohne Fahrstuhl im Haus kann gut von hörbehinderten oder blinden Patienten besucht werden. Eine ältere Patientin mit Rollator ist dagegen auf einen stufenfreien Zugang angewiesen. Nicht jede Praxis kann alles bieten, muss sie auch nicht.
Unser Projekt erfasst die tatsächlichen Zugangsbedingungen in Hamburger Arztpraxen.

„behindertengerecht“ ???
„rollstuhlfreundlich“ ???
Das ist missverständlich. Wir wollen Klarheit schaffen.
Darum arbeiten wir in unserer Checkliste mit konkreten Angaben.

Was machen wir?
•  Wir besuchenIhre Praxis und nehmen 15 min Ihrer Zeit in Anspruch.
•  Wir schauennach Anfahrtswegen, Straßenüberquerungen, Rollstuhlparkplätzen.
•  Wir messenTürbreiten, Stufenhöhen, Wendeflächen.
•  Wir erhebenDetails in Fahrstühlen, Treppen und Toiletten
•  Wir fragen nach Hörhilfen, Hausbesuchen und der Mitnahme von Assistenzhunden.
Es ist eine Bestandsaufnahme ohne Bewertung.

Nach unserem Besuch…
… erhalten Sie eine Auswertung zu den barrierefreien
Merkmalen Ihrer Praxis. Ein zusätzliches Handbuch
bietet Ihnen viele Anregungen und Quellenhinweise.
Später sollen die erhobenen Daten bei der Arztsuche
zu finden sein, wenn Sie Ihr Einverständnis für eine
Veröffentlichung geben.
Menschen mit Behinderung können so aus der stetig
wachsenden Auswahl die für sie passende Praxis
aussuchen.
Davon haben alle etwas – Ärzte und Patienten

Das Projekt wird gemeinsam von der Patienten-Initiative und den Kontakt- und Informationsstellen für Selbsthilfegruppen (KISS Hamburg) durchgeführt.
KISS Hamburg des PARITÄTISCHEN Wohlfahrtsverbandes informiert, berät und vermittelt seit über 30 Jahren interessierte Menschen an die rund 1.250 Selbsthilfegruppen in der Hansestadt und unterstützt die Gründung neuer Gruppen.
Die Patienten-Initiative e.V. stärkt den Inklusionsgedanken und engagiert sich für Qualitätsverbesserungen in der gesundheitlichen Versorgung.
Wir bedanken uns bei der AOK Rheinland/Hamburg für die fachliche Unterstützung und finanzielle Förderung.

Logo der AOK   Logo der KISS HamburgLogo Paritätischer Hamburg

21. März 2017 by Redaktion
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Hamburger Ärzteblatt berichtet über unser Projekt und die Veranstaltung

Hier finden Sie den Artikel als PDF – besser lesbar!

 

16. Februar 2017 by Redaktion
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Kurzfilm zur Veranstaltung “Ungehindert zum Arzt” ist fertig!

 

Vielen Dank an Stefan Moes!

04. Januar 2017 by Redaktion
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Auch die Presse hat geschaut.

Presseschau

ndr.de
https://www.ndr.de/nachrichten/hamburg/Hamburger-Arztpraxen-sind-oft-nicht-barrierefrei,barrierefrei188.html
Der Beitrag im NDR Hamburg Journal st leider nicht mehr verfügbar!
Hamburger Abendblatt berichtet online:
https://www.abendblatt.de/hamburg/article208814093/Wie-barrierefrei-sind-die-Hamburger-Arztpraxen.html
Heiko Kunert in der taz.mit Behinderung am 2.12.2016
https://www.taz.de/Archiv-Suche/!5362874&s=kunert+barrierefreiheit&SuchRahmen=Print/
In der Zeitung “Doven Klönschnack” des Gehörlosenverbades Hamburg in der Ausgabe vom Januar 2017 ist ein Artikel, den Sie hier als PDF (einzelne Seite) sehen können.
Das Hamburger Ärzteblatt berichtet in seiner Ausgabe 02|2017 ausführlich über das Projekt und die Veranstaltung, es gibt das Blatt als ePaper oder den Ausschnitt als PDF hier auf unserer Website.

04. Dezember 2016 by Redaktion
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Hier kamen viele Gäste ungehindert zu uns!

Für uns war diese Veranstaltung ein voller Erfolg!

Die Gäste strömen zahlreich Haupteingang des Ernst Deuitsch Theaters, ein Wagen des NDR im Vordergrund. Gäste gehen zum Eingang2 Kameraleute betreten das Ernst Deutsch Theater       Das Film-Team rückt an

Interviews werden geführt…

Stefan Moes im Interview mit Kerstin Hagemann Stefan Moes im Gespräch mit Ninia La Grande

Stefan Moes im Gespräch mit Kerstin Hagemann, Interview mit Ninia La Grande.
Dann die Eröffnung der Veranstaltung durch Frau Vértes-Schütter und Kerstin Hagemann,Begrüßungdas Grußwort von Frau Prüfer-Storks und der vergnügliche Teil mit Poetryslamerin Ninia La Grande.
Anschließend die Zwischenbilanz der Patienten-Initiative.
Präsentation der Patienten-InitiativeDanke für diese beiden Fotos an Michaela Kaiser.

Isabella Vértes-Schütter, Birgit Brink, Ingrid Körner Dörte Maack, Matthias Mohrmann, Silke Kopperman, Dr. Birgit Wulff
Isabella Vértes-Schütter, Birgit Brink, Ingrid Körner, Dörte Maack, Matthias Mohrmann, Silke Kopperman, Dr. Birgit Wulff diskutierten über das Thema Barrierefreiheit in Arztpraxen, die möglichen Schwierigkeiten und Selbstverständlichkeiten bei der Behandlung von Menschen mit Behinderung, notwendige Maßnahmen, Ideen zur Verbesserung und Wünsche für die Zukunft.

Das sachkundige Publikum sehr aufmerksam.
PublikumPublikum

29. November 2016 by Redaktion
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Pressemitteilung zur Veranstaltung “Ungehindert zum Arzt”

Hamburg, 28.11.2016

Untersuchung von Arztpraxen auf Barrierefreiheit – Projekt stellt erste Ergebnisse vor

„Ziel muss sein, dass auch Menschen mit Behinderung ihre Arztpraxis frei wählen können.“

Patienten-Initiative e.V. und Kontakt- und Informationsstellen für Selbsthilfegruppen (KISS Hamburg) untersuchen seit einem Jahr die unterschiedlichen Aspekte von Barrierefreiheit in ausgewählten Hamburger Arztpraxen. Erste Ergebnisse des Projekts zeigen, dass einige Praxen gut aufgestellt sind, offenbaren aber auch viele Defizite und Handlungsbedarfe. Das von der AOK Rheinland/Hamburg finanzierte Projekt wurde daher um zwei Jahre verlängert.

In den letzten Monaten besuchten Projekt-Mitarbeiterinnen 39 freiwillig mitwirkende Arztpraxen in Hamburg und erhoben mit einer umfänglichen Checkliste wichtige Kriterien zur Barrierefreiheit. Gut 250 Fragen enthält diese Liste, eine Praxis-Begehung dauert etwa 90 Minuten. Das erscheint aufwändig, doch das Hauptproblem liegt woanders. Obwohl die Behindertenrechtskommission der Vereinten Nationen seit 2009 Barrierefreiheit vorschreibt, bleibt es den Ärzten überlassen, ob sie ihre Praxis barrierefrei einrichten. Das kann ins Geld gehen, Zuschüsse von der Kassenärztlichen Vereinigung gebe es nicht, bemängeln Mediziner.

„Ärzte, die offen für Patienten mit Behinderung sind, werden von Politik und Krankenkassen allein gelassen. Nötige Umbauten werden nicht refinanziert und eine Behandlung behinderter Menschen ist oftmals aufwändiger und zeitintensiver, wird aber genauso vergütet wie bei Standardpatienten. Hier gibt es dringenden Handlungsbedarf“, stellt Projektleiterin Kerstin Hagemann von der Patienten-Initiative fest. Sie will eine Diskussion anstoßen, wie die Bedingungen der medizinischen Versorgung verbessert werden können, und appelliert an die Politik, Anreize für Barrierefreiheit zu schaffen. „Damit Menschen mit Behinderung ihre Arztpraxis frei wählen können – wie es ihr verbrieftes Recht ist.“

Von den untersuchten Praxen haben immerhin 31 einen Behindertenparkplatz und sind gut auf mobilitätseingeschränkte Menschen eingestellt. „Keine jedoch arbeitet mit praktischen und kostengünstigen Hörhilfen, und auch die Mitnahme eines Blindenhundes ist oftmals problematisch“, so Hagemann über einige konkrete Aspekte von Barrierefreiheit.

In den nächsten zwei Jahren sollen möglichst zahlreiche weitere Hamburger Arztpraxen erfasst werden. „Wir wollen am Ende eine Übersicht von barrierefreien Arztpraxen im Internet veröffentlichen, damit dieser sensible Bereich endlich für Betroffene transparent wird“, sagt Christa Herrmann, Leiterin von KISS Hamburg.

Hintergrund: Jeder achte Mensch in Deutschland hat eine Behinderung, fast jeder zehnte ist sogar schwerbehindert, wie das Statistische Bundesamt kürzlich mitteilte. Demnach gelten gut 170.000 Hamburgerinnen und Hamburger als schwerbehindert. Auch sie haben ein Recht auf eine angemessene medizinische Versorgung zum Beispiel beim Zahnarzt, der Gynäkologin oder dem Augenarzt. Dennoch gibt es in Hamburg nur wenige Arztpraxen, die barrierefrei sind. Eine einheitliche Übersicht, in welcher Praxis sich ein mobilitätseingeschränkter Mensch gut bewegen kann oder bei welchem Arzt Hör- oder Sehbehinderte gut zurechtkommen, gibt es ebenfalls nicht. Denn die Kennzeichnung von Arztpraxen in Sachen Barrierefreiheit ist oft unvollständig und missverständlich. Das will das Projekt Barrierefreie Arztpraxen der Patienten-Initiative und der Kontakt- und Informationsstellen für Selbsthilfegruppen (KISS Hamburg) ändern. Die AOK Rheinland/Hamburg hat gerade die Finanzierung des Projekts, dessen Schirmherrin Theater-Intendantin und Ärztin Isabella Vértes-Schütter ist, für zwei weitere Jahre bis Oktober 2018 verlängert.

Die Patienten-Initiative e.V. setzt sich als Interessenvertretung für Patientinnen und Patienten und mit ihren Projekten für die Qualitätsverbesserung im Gesundheitswesen ein.

KISS Hamburg informiert, berät und vermittelt seit über 30 Jahren interessierte Menschen an die rund 1.300 Selbsthilfegruppen in der Hansestadt und unterstützt die Gründung neuer Gruppen. Träger ist der PARITÄTISCHE Wohlfahrtsverband Hamburg.

Pressemitteilung als PDF hier.

28. November 2016 by Redaktion
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Woche der Inklusion in Hamburg! 21. – 29.11.2016

Am 18.11. ist die Auftaktveranstaltung in der Eurpapassage. Das Programm hier.

Logo der Woche der Inklusion 2016

Hier finden Sie das Programm für die gesamte Woche.

16. November 2016 by Redaktion
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Einführung eines Entschädigungs- und Härtefallfonds für Patienten

Pressemittelung der BAGP vom 9.11.2016
Die Bundesarbeitsgemeinschaft der Patientenstellen BAGP begrüßt die Bundesratsinitiative Bayerns und Hamburgs zur Einführung eines Entschädigungs- und Härtefallfonds für Patienten.
Seit mehr als 20 Jahren fordert die BAGP genau diesen Fonds, um unzumutbare Härten für Patienten abzufedern. In den Beratungsstellen der BAGP zeigt sich, dass Patientinnen und Patienten nicht nur durch den eingetretenen gesundheitlichen Schaden und seine finanziellen Auswirkungen sehr belastet sind, sondern auch durch den Verdacht auf einen möglichen Behandlungsfehler. Oft haben sie nicht die Kraft und die finanziellen Mittel, um den Gang durch die juristischen Instanzen durchzustehen.
„Insbesondere für Patienten mit einem nachgewiesenen Schaden, bei dem aber kein eindeutiger Behandlungsfehler im rechtlichen Sinne nachzuweisen ist, wird der Fonds ein Segen sein. Wir freuen uns darüber und hoffen, dass es nun schnell zu einer Konkretisierung über die Ausgestaltung dieses Fonds kommen wird. Dabei muss unbedingt die Patientenvertretung beteiligt werden. Wichtig ist jetzt, dass die Bundesregierung noch vor der Wahl im Herbst 2017 diesem Vorhaben zustimmt!“ so Carola Sraier, Sprecherin der BAGP.
Ein derartiger Fonds wurde bereits bei den Beratungen zum 2013 verabschiedeten Patientenrechtegesetz von Patientenorganisationen, dem Bundesrat und Teilen der Ärzteschaft gefordert, leider vergebens. Umso erfreulicher, dass die Bundesländer jetzt ihre Forderung erneuern und initiativ werden.
Die BAGP fordert darüberhinaus mehr Patientensicherheit: z.B. den Ausbau der Fehlermeldesysteme und einen offeneren Umgang mit Fehlern im Medizinbetrieb.
„Neben dem Fonds brauchen wir aber weitere Instrumente, um Fast-Behandlungsfehler und wirkliche Behandlungsfehler zu reduzieren. Hierzu müssen die Forschungsergebnisse zur Patientensicherheit einbezogen und Fehlermeldesysteme ausgebaut werden. Auch der Umgang mit Fehlern und Fast-Fehlern muss in allen Bereichen des Gesundheitswesen anders werden. Dringend brauchen wir ein öffentliches Fehlermelderegister bei einer unabhängigen Institution“, so Sraier weiter.
Hier finden Sie die Pressemitteilung als PDF

Die ÄrzteZeitung schreibt am 11.11.2016: “Länder wollen Fonds”

15. November 2016 by Redaktion
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Barrierefreie gynäkologische Praxis

… in Bremen. Zu früh gefreut, liebe Hamburger Rollstuhlfahrerinnen. Wir haben in Hamburger Arztpraxen bei den Erhebungen zu barrierefreien Kriterien auch gute und leicht verstellbare Untersuchungsstühle gesehen. Bei den räumlichen Bedingungen in der Toilette gibt es dann schon Einschränkungen und einen Hebelifter, den manche Frauen mit Behinderung benötigen, haben wir nirgendwo entdeckt. Falls Sie eine Praxis kennen, die so umfassend ausgestattet ist: Bitte melden!

Wir sind also nach Bremen gereist, um die dieses in Norddeutschland einzigartige Angebot kennenzulernen. Die Initiative ging von Menschen mit Behinderungen aus, federführend war Selbstbestimmt Leben e.V. Bremen. Mehrere Jahre wurde mit den an der Versorgung beteiligten Institutionen wie Krankenkassen, der Kassenärztlichen Vereinigung, der Ärztekammer und Gesundheitsbehörde verhandelt. Die Lösung sieht so aus: Im Klinikum Bremen-Mitte ist eine barrierefreie Arztpraxis eingerichtet worden. Vertragspartner der Praxis sind die KV Bremen, die Gesundheit Nord und die Senatorin für Bildung, Wissenschaft und Gesundheit. Eine Liste der beteiligten Ärztinnen kann von den Brgerinnen im Internet eingesehen werden. Die Patientinnen haben also eine Wahlmöglichkeit, wer sie behandelt. Die Praxis ist jeden 2. Mittwochnachmittag besetzt und die diese Sprechzeit scheint den Bedarf zu decken. Für jede Patientin ist mindestens eine Dreiviertel Stunde reserviert. Das Angebot umfasst alle Leistungen einer Facharztpraxis: Früherkennung, Behandlung gynäkologischer Beschwerden, Beratung bei Verhütung und Kinderwunsch, Begleitung durch die Wechseljahre. Leider ist der Zugang auf mobilitätseingeschränkte Frauen begrenzt. Frauen mit anderen Behinderungen dürfen nicht behandelt werden.
Die Räume sind barrierefrei erreichbar: stufenlos, selbstöffnende Türen, das WC ist groß und die Untersuchungsmöbel höhenverstellbar und unterfahrbar. Die beteiligten Ärztinnen engagieren sich neben ihrer eigenen Praxis für dieses Angebot. Wir meinen: ein nachahmenswertes Modell. Wir wissen insbesondere von Frauen, die im Rollstuhl unterwegs sind, dass Besuche bei einer Gynäkologin oder einem Gynäkologen ausbleiben, einfach, weil keine zugängliche Praxis gefunden wird. Das darf nicht sein! Die UN-Behindertenrechtskonvention ist eindeutig: Menschen mit Behinderung haben das Recht auf eine Gesundheitsversorgung in der gleichen Bandbreite und Qualität wie für alle Menschen.

auf dem Foto ist ein Untersuchungsstuhl abgebildet. Ein Seitenteil ist hochgeklappt, das linke ganz herunter geklappt. man erkennt, dass eine Rollstuhlfahrern ganz heranfahren kann, um sich umzusetzen.

21. Oktober 2016 by Redaktion
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