Vier Leute auf einer Bühne.Rechts ein Plakat der Patienten-Ini
Wir nehmen unseren Hut! Pünktlich zum 40. Jubiläum am 10. Januar 2024 feierten wir mit vielen Freund*innen und Weggefährt*innen ein Abschiedsfest. Mit einem Podiumsgespräch wurde Bilanz gezogen und über die aktuellen Projekte berichtet. Von links nach rechts: Der Moderator Jörn Strahler-Pohl, Hamburgs Ärztekammerpräsident Dr. Pedram Emami, Vorstand der AOK Rheinland/ Hamburg Matthias Mohrmann und Kerstin Hagemann von der Patienten-Initiative. Ein weiterer Darsteller: Der kleine Trecker vorn an der Bühne. Wir wünschen uns eine starke Lobby für Patienteninteressen.
Ein Krankenhausbett aus Playmobil gebaut

Die Unterstützung von Patientinnen und Patienten bei vermuteten Behandlungsfehlern lag uns 40 Jahren besonders am Herzen.

Die Patienten-Initiative wurde 1984 von ehemaligen Patient*innen des Orthopäden Bernbeck gegründet, die nach Operationen schwere gesundheitliche Schäden erlitten. Fehler passieren. Überall. Es muss im Gesundheitswesen viel leichter werden, vermutete Fehler aufzuklären.

Diese Forderung ist immer noch aktuell, dennoch müssen wir leider unsere Beratung einstellen. Wir sind seit Jahrzehnten ohne gesicherte Finanzierung für die Patientenberatung und können das Angebot nicht länger gewährleisten.

 
Ein Schild mit dem Text: Barrierefreie Bar rechts neben dem Karussell
Die Patienten-Initiative war für mehr Barrierefreiheit in der Kultur aktiv und hat mit dem Verein Orte für Alle gute Bedingungen für die KulturPerlen geschaffen. Auf der Website werden übersichtlich die Bedingungen für kulturbegeisterte Besucher*innen mit Behinderung vorgestellt. Ähnlich wie in den Arztpraxen werden die Informationen vor Ort erhoben. Die Kultureinrichtungen nutzen das Angebot und die damit verbundene Beratung zu möglichen Verbesserungen gern.
Plakat an einer Hauswand
Wir wünschen uns, dass die unabhängige Patientenvertretung gestärkt wird!

Für eine gute ambulante gynäkologische Versorgung von Frauen mit Behinderung

Fragebogenaktion ist abgeschlossen

Seit über 40 Jahren weisen Frauen mit Behinderung auf die strukturellen Defizite in der gynäkologischen Versorgung hin und fordern umfassend barrierefreie Arztpraxen, die problemlos von allen Frauen mit unterschiedlichen Beeinträchtigungen genutzt werden können. In 2016 wurde im „Nationalen Aktionsplan 2.0 der Bundesregierung zur UN Behindertenrechtskonvention“ der Ausbau der gynäkologischen Versorgung für Frauen und Mädchen mit Behinderung als zentraler Handlungspunkt festgehalten.

Es liegen keine gesicherten Informationen über die Zahl „barrierefreier“ Praxen und die jeweiligen Ausstattungsmerkmale vor. Was wir aber wissen: Viele Frauen erreichen keine Arztpraxis, die auf ihre Bedarfe eingestellt ist. Das Recht auf freie Arztwahl (§76 SGB V) ist durch die Mängel der Barrierefreiheit für Frauen mit Behinderung nicht umsetzbar.

Im Rahmen unseres Projektes „Gynäkologische Versorgung von Frauen mit Behinderung – JETZT!“ haben wir eine Fragebogenaktion durchgeführt, um mehr über die Bedarfe und Erfahrungen der betroffenen Frauen erfahren.

Der Bogen konnte in der Zeit vom 05.09.23 bis zum 30.11.23 online, ohne Zugangscode und komplett anonym beantwortet werden. Zusätzlich haben wir 18 ausgedruckte Bögen ausgefüllt mit der Post geschickt bekommen. Insgesamt haben sich 244 Personen beteiligt, 120 Bögen sind vollständig ausgefüllt worden. Da unsere Möglichkeiten begrenzt waren, die Zielgruppe zu erreichen, ist das doch ein Erfolg. 33 Frauen gaben an, keine Frauenarztpraxis zu haben. Allein das weist auf die bestehenden Mängel und den dringenden Handlungsbedarf hin. Zum Projektabschluss werden wir die Ergebnisse vorstellen. Wer diese jetzt bereits bekommen möchte, kann sie gern via Mail anfordern.