Bundesverdienstkreuz für Kerstin Hagemann | Pressemitteilung

Viel Ehre, keine Unterstützung

Für ihr Engagement erhält Kerstin Hagemann das Bundesverdienstkreuz

Hamburg, den 4. Dezember 2017

Was die Durchsetzung von Patientenrechten angeht, hat sich in den letzten 40 Jahren wenig verbessert, sagt Kerstin Hagemann. Die Hamburgerin wird bald 60 Jahre alt und hat fast zwei Drittel ihres Lebens gegen mächtige Gegner gekämpft; hat sich für ihre Rechte eingesetzt und für die Rechte anderer geschädigter Patienten. Am 4. Dezember 2017 bekommt sie dafür das Bundesverdienstkreuz.

Wegen einer Gehbehinderung ließ sich die damals 20-Jährige 1978 operieren. Von einer Kapazität, wie es schien, Professor Dr. Dr. Dr. Rupprecht Bernbeck im damaligen Hamburger Allgemeinen Krankenhaus Barmbek. Seit er sie behandelte, ist sie auf den Rollstuhl angewiesen. Der Orthopäde hatte die Pfanne des Hüftgelenks falsch herum eingebaut. Einer von vielen Fehlern des Arztes, der dennoch lange operieren durfte, unbehelligt von der Fachwelt und den Hamburger Behörden.

Kerstin Hagemann gründete mit anderen Geschädigten die Patienten-Initiative. Seitdem kämpft sie um die Bewahrung der Würde von geschädigten Patienten, um finanziellen Schadensausgleich und für die Lobby von Patienten im Gesundheitswesen.

Die Patienteninitiative wurde zur Institution. Mit Kerstin Hagemann als Wegbereiterin: Wir haben viel erreicht, die Ehrung gehört allen Aktiven.

Ehrenamtlich und ohne öffentliche Förderung berät die Patienten-Initiative Menschen, die ärztliche Fehler vermuten und sich keinen Anwalt leisten können. Das ist aufwendig, denn Patienten in Not brauchen fachkundige Begleitung, oft über Jahre.

Zwar erhält die Unabhängige Patientenberatung Deutschland, UPD, von den Kassen neun Mio Euro jährlich, aber konkrete Hilfe bei Behandlungsfehlerverdacht gibt es dort nicht.

Darum steigt der Beratungsbedarf in der Patienten-Initiative. Wir haben erreicht, dass Patientenrechte im Gesetz stehen. Es kann nicht sein, dass Menschen, die diese Rechte in Anspruch nehmen, allein gelassen werden. Wir brauchen dringend Spenden oder besser noch öffentliche Unterstützung, erklärt Kerstin Hagemann. Sie kämpft weiter. Jetzt mit Orden.


Die Presseerklärung als PDF hier.

04. Dezember 2017 by Redaktion
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Zeit für Inklusion

Mit dem Hissen der Inklusionsfahne am Rathaus haben Carola Veit, Präsidentin der Hamburgischen Bürgerschaft, und Ingrid Körner, Senatskoordinatorin für die Gleichstellung behinderter Menschen, am 1. November die Veranstaltungsreihe „Zeit für Inklusion“ eröffnet. Damit soll auf die zahlreichen Projekte dieser erstmals in Hamburg stattfindenden Teilhabeaktion aufmerksam gemacht werden.

Foto: Hamburgische Bürgerschaft/Susanne Ahrens

Bis zum 4. Dezember finden rund 100 Veranstaltungen statt. Sport, Kultur, – alles dabei. Ein Beispiel: In einer Kooperation zwischen der Senatskoordinatorin und der Künstlerin Sibilla Pavenstedt („Made auf Veddel“) wird ab dem 30. Oktober ein Schaufenster bei Karstadt in der Innenstadt unter anderem mit inklusiven Sportangeboten ausgestattet. Am 5. November findet um 17 Uhr eine Präsentation von Models („lebende Schaufensterpuppen“) mit und ohne Behinderung statt.

Das Programmheft ist als Download hier bei hamburg.de zu finden

 

 

 

 

 

 

 

04. Dezember 2017 by Redaktion
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Endlich weniger Zuzahlung für Zahnersatz!

Pressemitteilung der Patientenvertretung im Gemeinsamen Bundesausschuss

Endlich weniger Zuzahlung für Zahnersatz

Berlin, 17. November 2017.
Der Gemeinsame Bundesausschuss (G-BA) hat heute Änderungen für die Festzuschüsse für Zahnersatz beschlossen. Damit erreichen die Festzuschüsse, die die Krankenkassen für Zahnersatz leisten, endlich wieder annähernd 50 Prozent der Kosten für Regelleistungen, wie das Gesetz es vorsieht.
Die Patientenvertretung im G-BA begrüßt, dass heute endlich ein Beschluss über neue Festzuschüsse für Zahnersatz gefasst wurde. Damit decken die Festzuschüsse die Regelleistungen insgesamt wieder den gesetzlich vorgesehenen Anteil von annähernd 50 Prozent ab.
Zum Beispiel: Bei Vollprothesen liegt der neue Festzuschuss um ca. 90 € höher. “Jahrelang haben die Patientinnen und Patienten die Abweichungen von den realen Kosten alleine getragen. Jetzt sind die Festzuschüsse endlich wieder so wie das Gesetz das vorsieht”, so Gregor Bornes, Sprecher der Patientenvertretung im Unterausschuss Zahnärztliche Behandlung und der Bundesarbeitsgemeinschaft PatientInnenstellen.
Der Vorsitzende des G-BA hatte mit einem Kompromissvorschlag erreicht, dass die GKV
dem heutigen Beschluss zugestimmt hat. “Dieser Erfolg wurde aber mit einem Zugeständnis erkauft, dass uns womöglich noch Probleme bereitet: dem Abschlag in Höhe von 2,5% für vermutete Unwirtschaftlichkeit der Zahntechniker.” So Gregor Bornes. “Diesen Abschlag zahlen aber nicht die Zahntechniker, sondern die Patientinnen und Patienten.”
Der Festzuschuss beträgt laut Gesetz 50% der durchschnittlichen Kosten der Regelleistung, nicht der individuellen Zahnersatzrechnung. Er setzt sich aus den Preisen für die einzelnen Leistungen und den Häufigkeiten dieser zusammen. Vor allem die Häufigkeiten waren zuletzt 2004 angepasst worden und entsprachen nicht mehr der Realität. Daher hatte die Patientenvertretung die Aktualisierung bereits 2008 angestoßen.
“Das Grundproblem wurde leider nicht gelöst.” So Bornes “Die Patienten tragen das Risiko für Unwirtschaftlichkeit und Kostensteigerungen alleine. Wir fordern die Politik auf, hier grundsätzliche Änderungen vorzunehmen.”

Hier sehen Sie die Pressemitteilung als PDF

20. November 2017 by Redaktion
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Das war wunderbar! Lesung mit Birte Müller

Da waren wir platt. Rund 80 Besucherinnen und Besucher füllten den Saal in der Zinnschmelze, um bei der Lesung mit Birte Müller dabei zu sein. Die Autorin ist vor wenigen Tagen mit dem “Hamburger Tüddelband” ausgezeichnet worden. In den Sozialen Medien ist die Meldung, dass unsere Lesung mit Gebärdensprachdolmetscherinnen begleitet wird, auf viel Aufmerksamkeit gestossen. Und tatsächlich waren einige Gäste mit Hörbehinderungen da. Was zu einem spontanen Lacher führte, weil Kerstin Hagemann von der Patienten-Initiative in den Saal rief: “Können alle gut hören?” und sogleich eine Frau antwortete: “Nicht alle!” Über diese Situationskomik konnten – zum Glück – alle lachen. Wie auch über die lustigen und anrührenden Alltagsgeschichten, die Birte Müller aus ihren Willi-Büchern vorlas. Es gab auch Nachdenkliches zur Pränataldiagnostik und Inklusion. Es wäre toll, gerade zur Pränataldiagnostik mal auf einer eigenen Veranstaltung zu diskutieren.

Zum Abschluss eine Premiere auf unserer Lesung: Ein gerade für die Sendung mit dem Elefanten produziertes Video zeigt Kinder mit und ohne Behinderung, die ein Lied singen und gebärden. Sendetermin auf ARTE (KIKA) ist der 1. Dezember.

Wir bedanken uns bei Aktion Mensch für die Förderung dieser Veranstaltung!

auf dem Foto sieht man Kerstin Hagemann von der Patienten-Initiative und Birte Müller. Beide sitzen vor einem roten Theatervorhang. Man sieht einen Tisch mit Büchern und einen Ständer mit einem Mikrophon. Birte Müller hält den Preis in der Hand und strahlt. Kerstin Hagemann lacht auch und applaudiert.

Kerstin Hagemann gratuliert Birte Müller zum “Hamburger Tüddelband”.

 

 

Im Vordergrund steht eine Gebärdendolmetscherin vor den Zuschauerreihen. Die ersten zwei Reihen sind im Vordergrund zu sehen. Weiter hinten sitzt Birte Müller am Tisch und lest. Sie und die Gebärdensprachdolmetscherin sind angestrahlt, der Raum ist relativ dunkel.

Zuschauer folgen der Lesung

Gefördert von Logo von Aktion Mensch

18. September 2017 by Redaktion
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Hamburger Tüddelband für Birte Müller

Wir freuen uns auf die Lesung mit Birte Müller am Sonntag, den 17. September um 18.00 Uhr in der Zinnschmelze, sowieso.
Aber gerade lesen wir, dass Birte Müller für „Planet Willi“ mit einem schönen Preis ausgezeichnet wird.
Für ihren Einsatz für die Kinderliteratur würdigt das Harbour Front Literaturfestival und dessen Schirmherrin Christine Kühne die Illustratorin und Autorin Birte Müller mit dem fünften „Hamburger Tüddelband“.
Bei uns liest Birte Müller aus dem Buch “Wo ein Willi ist, ist auch ein Weg”. Kommt zuhauf! Der Eintritt ist frei, Gebärdensprachdolmetscherinnen begleiten die Lesung und die Zinnschmelze ist barrierefrei zugänglich.
Maurienstraße 19 in Barmbek.

Willi macht Musik

Das Bild ist aus dem Artikel des Hamburger Abendblatts vom 01.09.2017.

16. September 2017 by Redaktion
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Videobeitrag von Rehacare.de zum Projekt “Barrierefreiheit in Arztpraxen”

Das Portal Rehacare berichtet über unser Projekt “Barrierefreiheit in Arztpraxen”.

Hier der Link zum vollständigen Beitrag auf der Website.

03. September 2017 by Redaktion
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Neuauflage des Flyers für Patient*innen

Nun auch ein Update unseres Flyers für Patient*innen, die uns bei unserer Suche nach Arztpraxen, die sich an unserem Projekt beteiligen, unterstützen wollen .
Erste Seite des Flyers für Patienten Zweite Seite des Flyers für Patienten

Flyer als PDF hier. Der Text:

Geheimtipp?
Erzählen Sie uns davon..

Schirmherrin des Projektes ist Isabella Vértes-Schütter, die sich als Theaterintendantin und Ärztin für Inklusion stark macht.

„Ich unterstütze das Projekt, das die Barrierefreiheit in Arztpraxen für alle wahrnehmbar macht. Aus meinen Erfahrungen im Kulturbereich weiß ich, wie sehr die Kulturinstitutionen und ihre Besucher von einer entsprechenden Erhebung profitieren. Wir sollten uns in Hamburg gemeinsam auf den Weg machen, um in allen Bereichen der Stadtgesellschaft einen Stadtplan der Barrierefreiheit zu erreichen.“

Gemeinsam Barrieren abbauen

Vor einem Arztbesuch brauchen viele Patienten Informationen zur Barrierefreiheit. Die vorhandenen Informationen sind oft unvollständig. Es gibt Barrieren, die vielen gar nicht bewusst sind, für andere aber große Hindernisse darstellen.
Ein Arzt ohne Fahrstuhl im Haus kann gut von hörbehinderten oder blinden Patienten besucht werden. Eine ältere Patientin mit Rollator ist dagegen auf einen stufenfreien Zugang angewiesen. Nicht jede Praxis kann alles bieten, muss sie auch nicht.
Unser Projekt erfasst die tatsächlichen Zugangsbedingungen in Hamburger Arztpraxen.

Was machen wir?
Wir besuchen Arztpraxen und nehmen mit Hilfe einer Checkliste konkrete Angaben zur Barrierefreiheit auf:
• Wir schauen nach Anfahrtswegen, Straßenüberquerungen und Rollstuhlparkplätzen
• Wir messen Fahrstühle, Türbreiten und den Platz in Toiletten
• Wir fragen nach Hörhilfen, Hausbesuchen und der Mitnahme von Assistenzhunden.
Später sollen diese Daten bei der Arztsuche online zu finden sein. Menschen mit Behinderung können so aus der stetig wachsenden Auswahl die für sie passende Praxis finden.

Was machen Sie?
Sie helfen uns dabei. Geben Sie uns Tipps, welche Arztpraxis wir besuchen können.
Sie benötigen selbst eine besondere Ausstattung und kennen gut zugängliche Arztpraxen? Beispiele für barrierefreie Kennzeichen:
• Die Bushaltestelle ist ganz in der Nähe
• Die Arztpraxis hat eine kontrastreiche Ausschilderung
• Der Fahrstuhl ist geräumig und hat tastbare Zahlen auf dem Tableau
• Zumindest die erste und letzte Stufenkante der Treppe ist farblich markiert
Berichten Sie uns von Ihren Erfahrungen und nennen Sie uns Adressen von Arzt- und Zahnarztpraxen, deren Ausstattung für Menschen mit Behinderung von Vorteil ist.
Fragen Sie auch gern Ihren Arzt, ob er an der Erhebung teilnehmen möchte.
Durch Ihre Mithilfe verbessern wir gemeinsam die Barrierefreiheit in Hamburger Arztpraxen. Rufen Sie gern an oder schreiben Sie eine E-Mail!

Das Projekt wird gemeinsam von der Patienten-Initiative und den Kontakt- und Informationsstellen für Selbsthilfegruppen (KISS Hamburg) durchgeführt.
KISS Hamburg des PARITÄTISCHEN Wohlfahrtsverbandes informiert, berät und vermittelt seit über 30 Jahren interessierte Menschen an die rund 1.250 Selbsthilfegruppen in der Hansestadt und unterstützt die Gründung neuer Gruppen.
Die Patienten-Initiative e.V. stärkt den Inklusionsgedanken und engagiert sich für Qualitätsverbesserungen in der gesundheitlichen Versorgung.
Wir bedanken uns bei der AOK Rheinland/Hamburg für die fachliche Unterstützung und finanzielle Förderung.

Logo der AOK   Logo der KISS HamburgLogo Paritätischer Hamburg

12. Juli 2017 by Redaktion
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Streik der Patientenvertreter

Forum Patientenvertretung in Hamburg
Bündnis der Patientenorganisationen nach § 140f SGB V

Patientenvertreter streiken

Ohne Infrastruktur ist Patientenvertretung nicht organisierbar

Seit 2004 sollen Patientenvertreter „in Fragen, die die Versorgung betreffen“ an Gremien der Gemeinsamen Selbstverwaltung beteiligt werden (§ 140f SGB V).

In Hamburg müssen in über 30 Gremien mehr als 120 Sitze für Patientenvertreter besetzt werden. Neben dem Sozialgesetzbuch sind in den 13 Jahren weitere Rechtsgrundlagen für die Beteiligung hinzugekommen: Richtlinien des Gemeinsamen Bundesausschusses (z.B. für Qualitätssicherung); Landesgesetze (z.B. das Hamburger LKV-Gesetz); internationale Normen (z.B. ISO 13485 zur Zertifizierung von Medizinprodukten)…

Das erfordert immer mehr Aufwand für Organisation und Koordination.
Der jedoch wird uns bisher nicht professionell bezahlt, sondern irgendwie nebenbei und ehrenamtlich geleistet. Das geht aber auf Dauer nicht. Deshalb haben wir beschlossen zu streiken, um unserer Forderung nach Finanzierung einer angemessenen Infrastruktur Nachdruck zu verleihen.

Wir brauchen eine hauptamtliche Geschäftsstelle, die unsere Treffen vorbereitet, das komplizierte Benennungsverfahren der Patientenvertreter managt, Schulungen organisiert, durchführt und abrechnet, Werbemaßnahmen für weitere Patientenvertreter konzipiert und organisiert, die Patientenvertreter bei der Stange hält, die Homepage pflegt, Anfragen beantwortet – die Liste der Aufgaben ist länger als diese Seite…

Für die Unterstützung der Patientenvertreter beim G-BA gibt es schon seit zehn Jahren eine Stabsstelle mit fünf Vollkräften. Nur in den Ländern nicht. Zwar hat der Gesetzgeber das auch schon erkannt und mit Absatz 7 des § 140f eine Lösung versucht, die jedoch völlig unzureichend ist und von den Selbstverwaltungspartnern in Hamburg bisher nicht so umgesetzt wird, dass uns damit geholfen wäre.

Wer mehr dazu wissen will, findet auf www.patienten-hamburg.de den ausführlichen Offenen Brief, den wir Anfang Mai an die Selbstverwaltungspartner, die BGV, die gesundheitspolitischen Sprecher der Fraktionen der Bürgerschaft und die Öffentlichkeit gerichtet haben.
Hamburg, den 1. Juli 2017

Hamburger Landesarbeitsgemeinschaft für
behinderte Menschen e.V.
Stresemannstraße 163
22769 Hamburg

www.lagh-hamburg.de
(040) 65040127

Verbraucherzentrale
Hamburg e.V.
Abteilung Patientenschutz
Kirchenallee 22
20099 Hamburg
www.vzhh.de
(040) 24832132

Patienten-Initiative
Hamburg e.V.
Alsterdorfer Markt 8
22297 Hamburg
www.patienteninitiative.de
(040) 23546498

Kontakt- und Informationsstellen für Selbsthilfegruppen (KISS)
im Paritätischen Wohlfahrtsverband Hamburg e.V.
Kreuzweg 7
20099 Hamburg
www.kiss-hh.de

Die Verbraucherzentrale Hamburg hat dazu auch eine Pressemitteilung veröffentlicht, die Sie hier als PDF ansehen / herunterladen können. Den zugehörigen Artikel finden Sie auf der Website der VZ.

Am 8. August 2017 erschien ein Artikel im vfa Patientenportal zu diesem Streik.

30. Juni 2017 by Redaktion
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12. Mai: Tag des Pflegenotstands

Hier als PDF
Flyer als PDF zum Tag des Pflegenotstandes am 20170512

Ins Krankenhaus zu müssen, ist nie angenehm. Nicht nur wegen Krankheit und Schmerzen. Auch weil viel zu wenig Personal da ist, um uns zu versorgen, zu pflegen, zu betreuen. Richtig schlimm wird es, wenn wir lange auf ein Schmerzmittel warten oder das Gefühl haben, dass jede Frage oder Bitte den Pflegenden zusätzliche Arbeit macht. Die sind sowieso schon überarbeitet.
Und richtig gefährlich wird es, wenn Hygienestandards nicht mehr eingehalten werden können und wir deshalb an gefährlichen Keimen erkranken.
Das alles passiert leider, und es ist kein Zufall. Denn in den Krankenhäusern fehlt Personal für eine gute Versorgung.
Mindestens 4.000 Pflegende fehlen in Hamburg.
Aber es gibt Hoffnung: Bundesweit fordern Beschäftigte mehr Personal. An der Charité in Berlin wurde erstmals erfolgreich für mehr Personal gestreikt. Und jetzt geht die Bewegung bundesweit los. Auch in Hamburg. Nach dem Motto:

Mehr von euch ist besser für alle!

Wir wollen die Pflege dabei unterstützen. Lasst uns gemeinsam den „Internationalen Tag der Pflege“ am 12. Mai zum “Tag des Pflegenotstands” erklären.
Bringen Sie Ihre Erlebnisse mit dem Pflegenotstand mit — auf Papier oder als Erzählung, anonym oder mit Ihrem Namen. Wir greifen sie auf. Und wir suchen Mitstreiter!

Hamburger Bündnis für mehr Personal im Krankenhaus www.pflegenotstand-hamburg.de

25. April 2017 by Redaktion
Categories: Allgemein | Kommentare deaktiviert für 12. Mai: Tag des Pflegenotstands



Flyer für Arztpraxen

Für die Suche nach Arztpraxen, die an unserem Projekt teilnehmen, haben wir ein Update unseres Flyers gemacht.
Flyer zur Suche von Arztpraxen, S. 2

Flyer als PDF hier. Der Text:

Ungehindert zum Arzt.
Information für Ihre Praxis

Schirmherrin des Projektes ist Isabella Vértes-Schütter, die sich als Theaterintendantin und Ärztin für Inklusion stark macht.

„Ich unterstütze das Projekt, das die Barrierefreiheit in Arztpraxen für alle wahrnehmbar macht. Aus meinen Erfahrungen im Kulturbereich weiß ich, wie sehr die Kulturinstitutionen und ihre Besucher von einer entsprechenden Erhebung profitieren. Wir sollten uns in Hamburg gemeinsam auf den Weg machen, um in allen Bereichen der Stadtgesellschaft einen Stadtplan der Barrierefreiheit zu erreichen.“

Wir informieren.
Wir bewerten nicht.

Vor einem Arztbesuch brauchen viele Patienten Informationen zur Barrierefreiheit. Die vorhandenen Informationen sind oft unvollständig. Es gibt Barrieren, die vielen gar nicht bewusst sind, für andere aber große Hindernisse darstellen.
Ein Arzt ohne Fahrstuhl im Haus kann gut von hörbehinderten oder blinden Patienten besucht werden. Eine ältere Patientin mit Rollator ist dagegen auf einen stufenfreien Zugang angewiesen. Nicht jede Praxis kann alles bieten, muss sie auch nicht.
Unser Projekt erfasst die tatsächlichen Zugangsbedingungen in Hamburger Arztpraxen.

„behindertengerecht“ ???
„rollstuhlfreundlich“ ???
Das ist missverständlich. Wir wollen Klarheit schaffen.
Darum arbeiten wir in unserer Checkliste mit konkreten Angaben.

Was machen wir?
•  Wir besuchenIhre Praxis und nehmen 15 min Ihrer Zeit in Anspruch.
•  Wir schauennach Anfahrtswegen, Straßenüberquerungen, Rollstuhlparkplätzen.
•  Wir messenTürbreiten, Stufenhöhen, Wendeflächen.
•  Wir erhebenDetails in Fahrstühlen, Treppen und Toiletten
•  Wir fragen nach Hörhilfen, Hausbesuchen und der Mitnahme von Assistenzhunden.
Es ist eine Bestandsaufnahme ohne Bewertung.

Nach unserem Besuch…
… erhalten Sie eine Auswertung zu den barrierefreien
Merkmalen Ihrer Praxis. Ein zusätzliches Handbuch
bietet Ihnen viele Anregungen und Quellenhinweise.
Später sollen die erhobenen Daten bei der Arztsuche
zu finden sein, wenn Sie Ihr Einverständnis für eine
Veröffentlichung geben.
Menschen mit Behinderung können so aus der stetig
wachsenden Auswahl die für sie passende Praxis
aussuchen.
Davon haben alle etwas – Ärzte und Patienten

Das Projekt wird gemeinsam von der Patienten-Initiative und den Kontakt- und Informationsstellen für Selbsthilfegruppen (KISS Hamburg) durchgeführt.
KISS Hamburg des PARITÄTISCHEN Wohlfahrtsverbandes informiert, berät und vermittelt seit über 30 Jahren interessierte Menschen an die rund 1.250 Selbsthilfegruppen in der Hansestadt und unterstützt die Gründung neuer Gruppen.
Die Patienten-Initiative e.V. stärkt den Inklusionsgedanken und engagiert sich für Qualitätsverbesserungen in der gesundheitlichen Versorgung.
Wir bedanken uns bei der AOK Rheinland/Hamburg für die fachliche Unterstützung und finanzielle Förderung.

Logo der AOK   Logo der KISS HamburgLogo Paritätischer Hamburg

21. März 2017 by Redaktion
Categories: Allgemein | Kommentare deaktiviert für Flyer für Arztpraxen



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