Barrierefrei. Wir sind dabei.


Gemeinsames Projekt zur Barrierefreiheit in der Arztpraxis mit KISS Hamburg. Förderung durch die AOK Rheinland/Hamburg.

Viele Mitglieder in Selbsthilfegruppen müssen aufgrund ihrer gesundheitlichen Probleme häufig zum Arzt. Dabei stoßen sie oftmals auf Barrieren und Zugangsschwierigkeiten zu den Praxen.

Erfassung der Barrierefreiheit

Die öffentlich zugänglichen Informationen, die es zu diesem Thema bisher gibt, sind unzuverlässig, freiwillig, beruhen auf Selbstauskünften, sind unvollständig und missverständlich. Begriffe wie „behindertengerecht“, rollstuhlfreundlich“ oder „bedingt barrierefrei“ sagen nichts über die tatsächlichen Zugangsbedingungen aus.

KISS Hamburg setzt sich seit langem grundsätzlich für die Umsetzung der UN Behindertenrechtskonvention ein und achtet bei allen Aktivitäten auf die Umsetzung barrierearmer Zugangsmöglichkeit.

So ist zwischen der Patienten-Initiative und KISS Hamburg die Idee entstanden, gemeinsam in diesem Bereich etwas zu bewegen. Diese neue Kooperation wird durch eine Projektförderung der AOK Rheinland/Hamburg ermöglicht. Gerade wurde diese um 2 weitere Jahre verlängert.

Die Patienten-Initiative hat im Laufe des ersten Projektjahres (2016) aus den vielen gesammelten Kriterien für Barrierefreiheit eine detaillierte Checkliste entwickelt und dabei auch auf die Erfahrungen der Selbsthilfe gesetzt. Es geht bei diesen Kriterien zum Beispiel um die Maße einer Fahrstuhlkabine, die Regelung zur Mitnahme eines Blindenführhundes oder der kontrastreichen Beschilderung in den Praxisräumen.

Ausstattungsmerkmale

Mit der Checkliste werden dann in den kooperierenden Arztpraxen die Ausstattungsmerkmale erfasst. Am Ende sollen Informationen veröffentlicht werden, auf die sich alle auch verlassen können. Patientinnen und Patienten sollen umstandslos eine individuelle Wahl der für sie passenden Arztpraxis treffen können.

Ein Leitfaden erläutert die Checkliste. Das erleichtert nicht nur die Erfassung der Daten, sondern bietet gleichzeitig Anregungen für Ärztinnen und Ärzte, wie die Barrierefreiheit in Arztpraxen verbessert werden kann.

Barriere-Scouts

Barriere-Scouts werden die Praxen besuchen und die Daten aufnehmen. Die Patienten-Initiative schult die Barriere-Scouts vor den Einsätzen. Wer Interesse hat, als Barriere-Scout mitzumachen, kann sich gern melden! Genauso willkommen sind Tipps über Arztpraxen, die besondere Ausstattungen für ihre Patientinnen und Patienten haben und vielleicht gern dabei sein wollen! Sie können dafür unser Formular benutzen, oder eine Mail schreiben.

Die Patienten-Initiative freut sich auf Anregungen und Mithilfe, damit das Vorhaben ein Erfolg wird!

Stadtplan

Nach und nach werden wichtige Bausteine für das langfristige Ziel gesetzt: Die Erarbeitung eines Hamburger Stadtplans der barrierefreien medizinischen Versorgung.